✉ info@MeineGemeinde2040
Kirchturm 2040

Initiative „Meine Gemeinde 2040"

zum Dialog über den „Zukunftsplan 2040" des Kirchenkreises Hamburg-Ost

Unsere Ziele
1
Keine irreversiblen Weichenstellungen bereits auf den Synoden im Herbst 2026 oder Frühjahr 2027.
2
Wahrung der gemeindlichen Selbstbestimmung bei Entscheidungen über Zusammenschlüsse von Gemeinden.
3
Abstimmung über das Ziel-Modell für den Kirchenkreis durch die Gesamtheit der Kirchgemeinderäte als Vertreter der betroffenen Gemeinden.
Ausgangspunkt:

Der Kirchenkreis Hamburg Ost hat mit dem „Zukunftsplan 2040" den Übergang von einer Vielzahl lokal bezogener Ortsgemeinden auf eine Handvoll regionaler Großeinheiten vorgeschlagen. Begründet wird dieser Vorschlag mit der Herausforderung, trotz des Rückgangs von Mitgliedern, Steuermittel-Zuweisungen und hauptamtlichem Personal weiterhin handlungsfähige Gemeindestrukturen sicherzustellen.

Unsere Einschätzung:

Die vom Kirchenkreis angeführten Herausforderungen sind unbestreitbar. Wir erkennen aber im „Zukunftsplan 2040" eine Abkehr vom Grundsatz der lokalen Ortsgemeinde. Das erfüllt uns mit Sorge. Wir betrachten die Ortsgemeinde der lokal engagierten Kirchenmitglieder und Hauptamtlichen als Basis des gelebten Glaubens. Die Selbstbestimmung der Versammlung vor Ort ist unseres Erachtens ein hohes evangelisches Gut und sollte nicht aufgegeben werden.

Daher halten wir die Zielbeschreibung des „Zukunftsplan 2040" für zu weitgehend und zu einseitig.

Schon heute sind die Kirchengemeinden im Kirchenkreis sehr unterschiedlich, und auch 2040 werden Gemeinden unterschiedliche Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit suchen und finden.

Wir begrüßen es, wenn der Kirchenkreis den Weg bereitet für Neuorganisation und Zusammenschlüsse, wo Gemeinden das als den besten Weg für sich sehen. Wir begrüßen es auch, dass der Kirchenkreis seine Vision von Kirche 2040 formuliert und kommuniziert. Damit schafft er Orientierung und Erwartungssicherheit aufseiten der Gemeinden.

Wir treten aber entschieden ein für die Selbstbestimmung der Ortsgemeinden insbesondere bei jeder Frage von Zusammenschlüssen. Änderungen in den Bestimmungen der Gemeindeautonomie lehnen wir ab.

Unser Ziel ist, dass der Kirchenkreis Hamburg-Ost seinen Gemeinden fest zusagt, dass er ihre Selbstbestimmung achtet und ihren Status als eigenständige Körperschaften nicht in Frage stellen noch sie gegen ihren Willen zu Zusammenschlüssen zwingen wird.

Wir wünschen uns, dass die Entscheidung über die zukünftige Gemeindestruktur im Kirchenkreis durch Abstimmung aller Kirchengemeinden als den Betroffenen, vertreten durch ihre Kirchengemeinderäte, herbeigeführt wird.

Wir sehen 2026 oder 2027 als zu früh an, um alle notwendigen Fragen breit genug zu bedenken. Wir treten daher für ein Offenhalten der Debatte ein. Bindende Weichenstellungen bereits auf der kommenden Herbst- und Frühjahrssynode des Kirchenkreises halten wir für übereilt und verfrüht.

Somit ergeben sich die drei Ziele unserer Initiative:
1. Keine irreversiblen Weichenstellungen bereits auf den Synoden im Herbst 2026 oder Frühjahr 2027.
2. Wahrung der gemeindlichen Selbstbestimmung bei Entscheidungen über Zusammenschlüsse von Gemeinden.
3. Abstimmung über das Ziel-Modell für den Kirchenkreis durch die Gesamtheit der Kirchgemeinderäte als Vertreter der betroffenen Gemeinden.

Unterzeichnet:

Max Mustermann Marie Mustermann Max Mustermann Marie Mustermann Max Mustermann Marie Mustermann Max Mustermann